Februar 2023
MoDiMiDoFrSaSo
 12345
66.2.2023
Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 20:00 Uhr im Rathaus
77.2.2023
Ausschuss Jugend, Senioren und Soziales ab 20:00 Uhr im Rathaus
*7.2.2023
"Gedächtnistraining" mit Gisela Samstag von 14:00-17:30 im DGH
89101112
13141516171818.2.2023
Bunummer Dorffastnacht ab 20:11 Uhr in der SpoKu
19
202121.2.2023
Kinderfastnacht am 21.02.23 ab 15:11 Uhr in der SpoKu
*21.2.2023
Digitalsprechstunde für Senioren von 15:00-18:00 Uhr im DGH
222324252626.2.2023
TTC Mitgliederversammlung ab 14:00 Uhr in der SpoKu
2727.2.2023
Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 20:00 Uhr im Rathaus
28 
 

8 Termine für diesen Monat.
Keine Nachrichten vorhanden.

Herzlich Willkommen auf den Webseiten der Ortsgemeinde Bubenheim in Rheinhessen!

Geschichte der Gemeinde Bubenheim

Regenbogen über BubenheimEines der ältesten freien Reichsdörfer im Ingelheimer Grund ist Bubenheim. Bereits im Jahr 766 wurde die Gemeinde zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 25 Morgen Ackerland von „Bubinheim“, wie man den Ort damals nannte, wurden dem Kloster Lorsch damals zum Geschenk gemacht. Im 13. Jahrhundert kamen dann die Namen „Buwenheim“ und das heutige „Bubenheim“ in Urkunden vor.

Bubenheim ist ein Dorf mit sehr vielen Plätzen. Diese wurden geschaffen, um die Kommunikation unter den Einwohnern zu fördern. Auf einem steht seit 1991 ein Brunnen mit dem neuen Bubenheimer Wahrzeichen, dem „Weedemännchen“ - eine lebensfrohe Person, die Wein aus einem Kelch trinkt und auf einem Fassboden mit den Bezeichnungen der beiden Bubenheimer Weinlagen Honigberg und Kallenberg steht.

Das Ortsbild ist geprägt von sehr viel grün. Reben und Bäume sind nicht mehr wegzudenken. Der 900 Einwohner zählende Ort war die erste anerkannte Dorferneuerungsgemeinde im Kreis Mainz-Bingen und war im Jahre 2000 Schwerpunktgemeinde.

Damals bildeten einige interessierte Bürger Arbeitskreise, um Verbesserungen in den Punkten Verkehr, Jugendarbeit, Senioren und Sport durchzuführen. Freuen können sich die Bubenheimer über die im Jahr 2000 erbaute Sport- und Kulturhalle, die zu einem Mittelpunkt des dörflichen Lebens geworden ist und vielseitige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet.

Obwohl die Gemeinde sich in den letzten Jahren von 550 auf fast 1000 Einwohner vergrößert hat, ist der dörfliche Charakter erhalten geblieben. Die Dorfgemeinschaft wird in den zahlreichen Vereinen und der Gutsschänke gepflegt. Außerdem ist eine Gaststätte mit einem großen Saal vorhanden, die jedoch nur noch zu besonderen Anlässen öffnet.

Mitten in den Weinbergen steht die Walter-Zoth-Hütte, benannt nach einem Ehrenbürger Bubenheims. Sie kann zum Grillen und geselligem Beisammensein gemietet werden. Von hier aus hat mein einen wunderbaren Blick ins schöne Selztal.

Auch die jüngere Generation hat einen Treffpunkt bekommen. Der Jugendraum, der im ersten Stock des grundsanierten Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet wurde, wird regelmäßig genutzt. Die Jugendlichen sind sehr engagiert und bringen sich bei Dorffesten, wie etwa der Fastnacht, mit ein.

 

Der Bubenheimer Dr. Fritz Bockius -  Namensgeber der Dr.-Fritz-Bockius-Straße in Bubenheim

Fritz Bockius wurde am 11. Mai 1882 in Bubenheim geboren. Er besuchte hier die Volksschule, dann das Progymnasium in Dieburg und das Gymnasium in Bensheim. Nach seinem Studienbeginn der Theologie wechselte er das Fach und studierte Rechtswissenschaften an derUniversität Gießen. Dort promovierte er 1909. Nach der Referendarszeit in Gießen ließ er sich 1912 als Rechtsanwalt in Mainz nieder.

Nach dem 1. Weltkrieg engagierte sich Bockius in der katholischen Zentrumspartei. Seit 1919 gehörte er dem Kreistag und dem Kreisausschuss von Mainz an. 1920 wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Zentrumspartei Hessen gewählt. Im Mai 1924 wurde er für den Wahlkreis Hessen-Darmstadt in den Reichstag in Berlin gewählt und gehörte dem Reichstag bis zum November 1933 an. Im Frühjahr 1932 versuchte Bockius im Auftrag des damaligen Reichskanzlers Heinrich Bründing in Hessen eine Koalition aus Zentrum und Nationalsozialisten zu bilden. Das Projekt scheiterte.

Obwohl Bockius ein Gegner des Ermächtigungsgesetzes war, das der Regierung Hitler die Befugnis erteilte, Gesetze künftig unabhängig vom Reichstag zu beschließen, stimmte er dem Gesetz im März 1933 wohl zu, da er nicht mit dem Fraktionszwang brechen wollte. Im selben Jahr wurde er erstmals verhaftet und zeitweise im KZ Osthofen gefangen gehalten. Da die neuen Machthaber Bockius zur Unperson erklärten, konnte er seinen Beruf als Anwalt bald – obwohl er keinem Berufsverbot unterlag – nicht mehr ausüben: Es fanden sich keine Klienten mehr, die es wagten, seine Dienste in Anspruch zu nehmen.

Nach dem Attentat vom 20. Juli 1844 wurde Bockius im August 1944 von der Gestapo verhaftet. Nachdem man ihn zunächst i n Darmstadt festgehalten hatte, wurde er im Dezember 1944 in das KZ Sachsenhausen und im Februar 1945 in das KZ Mauthausen verlegt.  Dort erkrankte er und starb im März 1945.

Ehrungen:

Die katholische Kirche hat Dr. Friedrich August Bockius in das deutsche Martyrologium des 20. Jh. aufgenommen.
In seinem Geburtsort Bubenheim und in Mainz ist eine Straße nach ihm benannt.
Seit 1992 erinnert in Berlin in der Nähe des Reichstages eine der 96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete an Fritz Bockius.ockius.

Quelle der Informationen: gekürzt aus Wikipedia